Kitesurfen

Kite

In dieser Rubrik warten alle wichtigen Informationen über Kites auf dich. Kites unterscheiden sich vor allem in Form, Design, Einsatzgebiet und Funktion. Zu den am häufigsten verwendeten Kites gehören  Tubekites und Softkites. Der Tubekite wird in die folgenden 4 Unterarten gegliedert: Bow Kite, Delta Kite, Hybrid Kite und C-Kite. Weitere Infos zu Bar, Trapez, Helm und Prallschutzweste findest du in der Rubrik Equipment.

Tubekites: Bow Kite, Delta Kite, Hybrid KiteC-Kite  

Tubekite

Gaastra Tubekite Grafik

Tubekites gehören zu den meistverkauften Kites. Sie erhalten ihre spezielle Form durch Luftröhren (Tubes). Insbesondere die vordere Luftröhre (Fronttube) verleiht dem Tubekite seine spezifische C-Form.  Die Vorderseite, also die Seite an der auch der Wind auf den Drachen trifft, wird Leading Edge oder Anströmkante genannt.

Zusätzlich besitzen Tubekites so genannte Strudes oder Quertubes. Sie verlaufen von der Vorderseite (Anströmkante) zur Hinterseite (Abströmkante) und befinden sich in einem 90° Winkel zur Fronttube. Die Quertubes sorgen auf der Segelfläche für mehr Stabilität, wobei ihre Anzahl je nach Art des Kites variiert. Die Tubes müssen vor dem Start aufgepumpt werden. So gut wie alle neueren Tubekites besitzen ein „One-pump-system“, was dafür sorgt, dass alle Luftröhren gleichzeitig aufgepumpt werden.

Die Aufgabe der Tubes besteht beim Kitesurfen jedoch nicht ausschließlich darin für mehr Stabilität zu sorgen. Sie garantieren, dass der Schirm auf der Wasseroberfläche schwimmt und erleichtern so den Wasser relaunch, sollte dein Kite doch mal aufs Wasser krachen. Für gewöhnlich werden die Strudes mit 0,4-0,6 Bar aufgepumpt. Es gibt Tubkites sowohl mit 4 Leinen, als auch mit 5 Leinen.  Die Frontlines werden an der Anströmkante befestigt. Die Backlines werden an der Abrisskante befestigt. Für Einsteiger bieten 4Leiner zunächst ein besseres Handling.

Bow Kite – der perfekte Anfänger Kite                                      

Der Bow Kite zählt 2013 zu den beliebtesten Kiteboarding Tubekites, was vor allem mit seiner nahezu totalen Depowerfähigkeit zu tun hat. Sollte dein Bow windbedingt plötzlich zu viel Zugkraft entwickeln, kannst du ihn ganz einfach durch Ziehen der depower Leine oder durch Loslassen der Bar depowern. Dieses hohe Maß an Sicherheit macht ihn für insbesondere für Anfänger sehr interessant.

Bow Kite

North Rebel – Bow Kite

Der Bow ist rein optisch dem C-Kite sehr ähnlich. Allerdings verläuft seine Fronttube (vordere Luftröhre) nicht linear wie beim C-Kite. Die beiden Enden der Fronttube verlaufen beim Bow Kite bogenförmig (bow = Bogen, daher auch sein Name). Charakteristisch für den Bow K. sind seine Waageleinen, die nicht direkt an der leading eadge (Anströmkante), sondern an mehreren Anknüpfpunkten, befestigt werden. Von seiner Form her ist er im Vergleich zu einem C-Kite sehr flach und an seiner Abrisskannte (trailing edge) konkav, also nach innen gewölbt.

Für Anfänger, Fortgeschrittene, Racer und Freerider ist der Bow Kite, auf Grund seiner Flugeigenschaften, dem leichten Wasser Relaunch, einer guten Hangtime und dem hohen Maß an Sicherheit, fürs Kitesurfen, bestens geeignet. Allerdings ist sein Fluggefühl im Vergleich zum C-Kite eher indirekt, was ihn für den Freestyle Bereich weniger interessant macht.

Delta Kite – der Kite für Anfänger, Fortgeschrittene & Pro’s    

Core Riot - Delta

Core Riot – Delta

Deltas besitzen unter allen Tubekites die besten Wasserstart Eigenschaften. Sollte dein Delta unerwarteterweise doch mal aufs Wasser krachen, kann er sich automatisch auf eine Seite drehen und eigenständig zum Windfensterrand wandern.

Genaugenommen ist der Delta eine Weiterentwicklung des Bow Kites. Die Fronttube eines Delta ist stark nach hinten geschwungen und besitzt genau wie ein Bow K. Waageleinen, die für seine stabilen Flugeigenschaften sorgen.

Das Fluggefühl des Delta Kites ist etwas direkter und ähnelt somit etwas mehr dem eines C-Kites. Genau wie ein Bow bietet auch ein Delta Kite nahezu totale Depowerbeim Kitesurfing und somit ein extrem hohes Maß an Sicherheit, was ihn für besonders für Kiteboarding Anfänger(Door Board oder Twin Tip Board), Fortgeschrittene, Allrounder und Leichtwindfahrer interessant macht.

Hybrid Kite – der Kite für Fortgeschrittene und Profis             

Hybrid Kite

Liquid Force Havoc – Hybrid Kite

Der Hybrid Kite vereint sowohl die Vorteile eines Bow, als auch die Vorteile eines  C-Kite in einem. Der Hybrid verfügt genau wie ein Bow über Waageleinen, die über Anknüpfpunkte an der Fronttube befestigt werden und für mehr Depower sorgen. Die Steuerleinen sind für gewöhnlich wie beim C-Kite direkt am Schirm befestigt, was für ein direkteres Fluggefühl sorgt.

Die Form eines Hybrids ist flacher als die eines C-Kites, jedoch nicht so flach wie die eines Bow Kite, wobei die Abrisskante (trailing edge) in der Regel konkav, also nach außen gewölbt ist. Allgemein kann gesagt werden das Hybrid Kites je nach Modell mal mehr einem C-Kite und mal mehr einem Bow ähneln können.

Ein Hybrid ist bestens für Fahrer geeignet, die beim Kiteboarding auf Freestyle Tricks, Wave Kiten (Directional Board) und Big Airs setzen.

C-Kite – der Profi Kite                                                                

Kite Typen

Bow Kite, Hybrid Kite & C-Kite

Der C-Kite ist die älteste Form des Tubekites. Die Bezeichnung C resultiert aus seiner Form im Wind.

Er besitzt eckige Kanten und eine sehr direkte Steuerung, was sein Handling erschwert. Außerdem hat ein C-Kite in der Regel keine Waageleinen und somit weniger Depower und eine stärkere Zugkraft auf die Bar.

Auch der Wasserstart (relaunch) fällt mit einem C-Kite beim Kitesurfen viel schwerer, was ihn für Kiteboarding Anfänger eher uninteressant macht. Der C. eigenet sich vor allem für Wakestyle (Wakestyle Board) und Freestyle Fahrer.

Softkite (Foil kite)                                                                   

Softkite

Ozone Frenzy Ultralite – Softkite

Softkites haben im Gegensatz zu Tubekites keine aufblasbaren Luftröhren (Tubes) und ähneln stark einem herkömmlichen Gleidschirm. Neue Modelle haben Kammern mit Lufteinlassventilen, die von der Anströmkante (leading edge) zur Abströmkante (trailing edge) reichen und die eindringende Luft speichern.

Nur Softkites mit Lufteinlassventilen eignen sich für eine Nutzung auf dem Wasser. Ältere Softkites ohne Ventile würden bei einem Sturz aufs Wasser sofort mit Wasser volllaufen und können nicht erneut im Wasser gestartet werden.

Softkites eignen sich auf dem Wasser vor allem bei sehr wenig Wind (unter 10 Knoten). Der Einsatzbereich von Softkites liegt vor allem im Snowkiten und Buggyfahren, da sie auf Grund der fehlenden Luftröhren stabiler als Tubekites sind und weniger schnell kaputt gehen. Die Flugeigenschaften eines Softkites gelten beim kitesurfing jedoch als etwas behäbig und träge.

  Hersteller

Core, North, Cabrinha, Peter Lynn, Ozone, Slingshot, Liquid Force, F-One, Gaastra, Flysurfer, Best, Naish, Gin, Ocean Rodeo

Hilfe bei der Suche nach dem passenden Board findest du in unserem Artikel über das Kiteboard. Außerdem wartet die Kategorie Equipment mit zahlreichen Tipps zu Bar, Trapez, Helm, Neoprenanzug etc. auf dich. In den Kategorien Kitesurfen lernen (Videos) oder Kitschule & Kurse sollen zukünftige Kitesurfer einen ersten Überblick über den Sport erlangen.

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